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Energieausweis – Wohngebäude

Der Energieausweis bietet eine schnelle und kostengünstige Übersicht zum Energieverbrauch eines Gebäudes. Im Rahmen einer Kurzdiagnose werden Sie über energetische Schwachstellen am Gebäude informiert. Sinnvolle Maßnahmen zur Energieeinsparung werden dargestellt.

Was bei Autos und Haushaltsgeräten bereits Standard ist, soll durch den Energieausweis auch für Gebäude eingeführt werden: Objektive Informationen zum Energieverbrauch. Bereits im Jahre 2002 wurde in Sachsen der Sächsische Energiepass eingeführt. Die anfänglich gewährte Förderung der Erstellung des Energiepasses wurde inzwischen eingestellt. Mit der am 01.10.2007 in Kraft getretenen Energiesparverordnung 2007 wurde der bundesweite Energieausweis (dena Energiepass für Gebäude) eingeführt.

Der Energieausweis bietet Ihnen als Eigentümer, Hausverwalter, Fondgesellschaft, Makler, Genossenschaft, Rechtsanwalt, Wohnungsbaugesellschaft oder Mieter viele Vorteile:

  • Der Energieausweis zeigt Potenziale zur Kosteneinsparung auf
  • Der Energieausweis sorgt für Transparenz des Energiebedarfs des Gebäudes
  • Der Energieausweis steigert den Wert Ihrer Immobilie
  • Der Energieausweis ist ein wichtiges Marktinstrument
  • Der Energieausweis ermöglicht die Vergleichbarkeit mehrer Immobilien in energetischer Hinsicht
  • Der Energieausweis fördert den Umwelt- und Klimaschutz

dena Energieausweis für Gebäude

Beispiel eines dena-Energieausweises (322 kB)

Mit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung (EnEV 2007) ist die Vorlage eines Energieausweises in ganz Deutschland zur Pflicht beim Verkauf oder bei der Neuvermietung eines Gebäudes oder einer Wohnung geworden. Dazu wurde von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) ein bundesweiter Energiepass entwickelt und getestet. Der Energieausweis hat eine Gültigkeit von 10 Jahren. Die Pflicht zum Zugänglichmachen eines Energieausweises gegenüber potenziellen Käufern bzw. Mietern besteht inzwischen für alle Wohn- und Nichtwohngebäude.

Verbrauchsausweis oder Bedarfsausweis?

In der Energieeinsparverordnung wurde geregelt, ab welchem Zeitpunkt welcher Energieausweis auszustellen ist:

  • Eigentümer und Vermieter von Wohngebäuden mit mehr als vier Wohneinheiten können wählen, ob sie den Energieausweis auf der Grundlage des berechneten Energiebedarfs oder des tatsächlichen Energieverbrauchs verwenden. Dies gilt ebenso für Wohngebäude mit bis zu vier Wohnungen, wenn sie entsprechend dem Standard der 1977 erlassenen Wärmeschutzverordnung errichtet oder später auf diesen Standard gebracht worden sind.
  • Der Bedarfsausweis ist nur für Wohngebäude (mit bis zu vier Wohnungen) aus der Zeit vor der Wärmeschutzverordnung von 1977, die dieses Anforderungsniveau nicht erreichen, vorgeschrieben.
  • Für Nichtwohngebäude können generell beide Varianten erstellt werden.

Dabei stellt sich die Frage nach den Vor- und Nachteilen der beiden Varianten:

Verbrauchsausweis

Vorteile:

  • Ist mit geringem Aufwand zu erstellen, da er nur auf den Verbrauchsdaten der letzten 3 Jahre basiert.
  • Er spiegelt daher die Verbrauchssituation des konkreten Gebäudes wider.
  • Der Verbrauchsausweis bietet vor allem Eigentümern größerer Immobilienbestände die Möglichkeit, kostengünstig Energieausweise (als Massendokumente) zu erwerben.

Nachteile:

  • Fehlende Transparenz. Es ist nicht ersichtlich, wie das Ergebnis zustande kommt, ob durch Nutzerverhalten, Leerstand oder baulichen Zustand des Gebäudes. Daher ist eine Vergleichbarkeit mit anderen Gebäuden nicht möglich.
  • Studien belegen, dass die Akzeptanz bei Mietern sehr gering ist.
    Es können nicht ohne weiteres Modernisierungsempfehlungen abgeleitet oder begründet werden.
    Die Einordnung in eine bestimmte Energieeffizienzklasse spiegelt nicht den energetischen Zustand der Gebäudehülle und Anlagentechnik wider.

Bedarfsausweis

Nachteile:

  • Für die Berechnung ist eine individuelle Begehung des Gebäudes notwendig. Die Berechnungen erfolgen ebenfalls angepasst an die jeweilige Immobilie. Daher ist der Aufwand gegenüber dem Verbrauchsausweis sehr hoch.
  • Das Ergebnis erfordert klare Erläuterungen, damit der Auftraggeber die Resultate richtig interpretieren kann. Daher darf der Bedarfsausweis nur von speziell ausgebildeten Fachleuten ausgestellt werden.
    Der berechnete Bedarf kann sich aus den bereits genannten Gründen erheblich von dem Verbrauch unterscheiden. Dies kann zu Konflikten zwischen Mietern und Vermietern führen.

Vorteile:

  • Der Bedarfsausweis erlaubt eine objektive, vergleichbare Beurteilung des energetischen Niveaus der Gebäudehülle und Anlagentechnik.
  • Die Energieeffizienzklasse ist zweifelsfrei einzuordnen.
  • Es lassen sich konkrete Modernisierungsempfehlungen ableiten und begründen.

Wir beraten Sie gerne weiter und machen Ihnen ein individuelles Angebot. Rufen Sie einfach an unter 0351-7924176 oder senden Sie eine E-Mail.